Haarpflege im Winter
15.03.2010 | Beauty | Featured
Egal ob Locken oder schnurgerades Haar, kaum jemand ist mit seiner Frisur tatsächlich 100% zufrieden. Im Winter bereitet die Haarpflege zusätzliches Kopfzerbrechen. Nach dem Waschen die Mähne auf dem Weg zur Arbeit an der Luft trocken lassen kann man vergessen, wenn man sie nicht wie Eiszapfen abbrechen können möchte. Mit dem elektrischen Föhn die Haare in Schwung bringen ist aber auch nicht gerade die Musterlösung. Weiß doch jeder Laie, dass sie dadurch austrocknen, spröde und brüchig werden. Zusätzliche machen Mützen und warme Kapuzen jede aufwändige Frisur zu einem Styling-Debakel.
Ähnlich wie bei der Hautpflege ist im Winter bei der Reinigung weniger oft mehr. Die Kälte sorgt dafür, dass körpereigene Fette und Feuchtigkeit nicht ausreichend in die Haarspitzen transportiert werden. Schlimmstenfalls trocknet die Kopfhaut auch noch aus und fängt an zu jucken und zu schuppen. Zur kalten Jahreszeit ist daher ein mildes Shampoo mit beruhigenden Auszügen aus Birken- und Brennesselextrakt empfehlenswert, was zusätzlich leicht rückfettet, ohne die Strähnen zu verkleben.
So sehr es auch in den Fingern juckt, nicht täglich waschen! Damit stresst man Haut und Haar nur zusätzlich, macht es widerspenstig, brüchig und es lädt sich leichter statisch auf.
Mit einer weichen Naturborstenbürste die Längen kämmen. So kommt genug Fett vom Ansatz in die Spitzen.
Sehen die Ansätze zu strähnig und ölig aus, hilft Trockenshampoo. Auch eine strenge Sleek Frisur lenkt gekonnt davon ab. Ebenso der etwas zerzauste Dutt a là Brigitte Bardot, der ja gerade sein Revival feiert. Der hält auch warmen Mützen stand, ohne dass man erstmal zur Toilette rennen müsste, um zu retten, was noch zu retten ist.
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Bei langen Haaren empfiehlt es sich im Winter generell eher auf kompakte Zopf- und Flechtfrisuren zurück zu greifen. So entsteht weniger Reibung und Angriffsfläche.
Sehr kurze Haare sind besonders gut unter Mützen aus Naturfasern geschützt. Besonders Baumwolle ist hervorragend geeignet, um Igelfrisuren und statisch aufgeladene Spitzen zu vermeiden.
Nach dem Haarewaschen benötigt die Mähne im Winter eine extra Portion Pflege. Reichhaltige Kuren mit wertvollen Ölen und Pflanzenextrakten wie Avocado sollten einmal wöchentlich auf dem Beauty Programm stehen. Dafür den Balsam Strähne für Strähne zwischen Daumen und Zeigefinger einmassieren. Großzügig einwirken lassen und gut ausspülen. Auf das Haarefärben sollte man im Winter lieber komplett verzichten, ebenso auf Lockenstäbe und Föhnfrisuren. Um das unangenehme Trockenen an der kalten Luft zu vermeiden, lieber abends statt morgens die Haare waschen und über Nacht trocken lassen.
Wenn es frisurentechnisch doch mal etwas mehr sein darf, unbedingt dran denken vor dem Einschlafen die Stylingprodukte wieder auszukämmen. Tipp: Um auch mit einer aufwändigen Hochsteckfrisur unbeschadet durch den Schneesturm zu kommen, statt zu Mütze oder Hut lieber zum Schlauchschal greifen. Das praktische Accessoire ist großzügiger geschnitten als eine Kapuze und wird bei Bedarf nur locker bis über den Scheitel hoch gezogen.
